Licht, Luft und Wasser – was Pflanzen wollen
Luft, Wasser und Licht bilden die Lebensgrundlage unserer Pflanzen. Mithilfe des Lichts betreiben sie Photosynthese, stellen Zucker her und setzen Sauerstoff frei. Eine gute Lichtversorgung ist für jede Pflanze unerlässlich. Die Schwierigkeit bei der Pflege von Zimmerpflanzen besteht jedoch gerade darin, die richtige Lichtintensität einzuschätzen. Diese variiert nämlich stark, insbesondere im Hinblick auf die Beschaffenheit des Gebäudes. In einem alten Haus mit kleinen Fensteröffnungen und dickem Mauerwerk gibt es deutlich weniger Standorte, die mit ausreichend Licht versorgt sind, als in einem modernen Neubau mit lichten Fensterfronten oder einer Veranda. Dafür ist aber auch das Risiko geringer, dass das Blattwerk durch übermässige Sonneneinstrahlung Verbrennungen erleidet (Lupeneffekt). In der Regel wirkt sich das durch ein Dachfenster einfallende Licht günstig auf das Pflanzenwachstum aus. Es variiert aber ebenfalls im Laufe der Jahreszeiten, was häufig unterschätzt wird.
Wöchentliches Giessen
Im Winter steht die Sonne tief. Das Licht fällt daher flacher in den Raum ein. Diese Beleuchtung ist jedoch nicht von langer Dauer, sodass die tägliche Lichtmenge ins- gesamt unzureichend ist. Im Allgemeinen sollten die meisten Pflanzen daher weniger als einen Meter vom Fenster entfernt auf- gestellt werden. Im Sommer empfiehlt es sich, einen dünnen Vorhang anzubringen, um Sonnenbrand bei Pflanzen zu vermeiden, die eher gedämpftes Licht bevorzugen. Wenn Sie Ihre Gewächse weiter im Raum platzieren möchten, sollten Sie auf eine geeignete LED-Beleuchtung zurückgreifen.
Die Hauptursache für Misserfolge bei der Zimmerkultur ist jedoch meistens eine falsche Bewässerung. Die erforderliche Wasserzufuhr hängt von verschiedenen Faktoren ab: Das Wachstumsstadium der Pflanze, die Pflanzenart, Topfgrösse, Substratqualität, Jahreszeit, Lichtintensität, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind hierbei zu beachten. In der Regel reicht unter normalen Bedingungen eine wöchentliche Wassergabe aus. In der warmen Jahreszeit darf diese etwas reichlicher ausfallen, im Winter sparsamer. Beachten Sie, dass zu wenig Wasser in der Regel weniger problematisch ist als zu viel. Verwenden Sie lieber Untersetzer statt Übertöpfe und leeren Sie die Schalen aus, wenn sich in ihnen auch einige Zeit nach dem Giessen noch Wasser befindet. Wenn Ihre Pflanze «die Blätter hängen lässt», wiegen Sie zunächst den Topf, bevor Sie zur Giesskanne greifen. Dieses Erscheinungsbild kann sowohl auf eine zu stark bewässerte als auch auf eine durstige Pflanze hindeuten.
Probleme erkennen
Übermässige Bewässerung: weiche Blätter, schwerer Topf, feuchte Erde an der Oberfläche, Gelbfärbung und fauliger Geruch bei chronischer Überbewässerung.
Unzureichende Bewässerung: ebenfalls schlaffes Laub, aber leichter Topf und trockene Erde, die sich zum Teil vom Topfrand löst.
Übermässige Beleuchtung: braune oder verblasste Stellen auf den Blättern.
Unzureichende Beleuchtung: die Sprossachsen wachsen in die Länge, Ausbildung kleinerer Blätter, panaschierte Sorten verlieren ihre besondere Farbgebung.
