Diese vier Westschweizer sorgen im Sommer für frischen Wind
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Natur – Antoine Lavorel
Der 23-jährige Tierfotograf und Naturforscher Antoine Lavorel kennt die Wälder des Jura wie kaum ein zweiter. Seit frühester Kindheit sind sie seine Spielwiese. Als Sohn zweier Biologen wuchs er praktisch zwischen Biwaks, Wildsammlungen und Wildtierbeobachtungen auf. Seine Naturverbundenheit führte schliesslich dazu, dass er als Kameramann bei Vincent Muniers Film «Le chant des forêts» mitwirkte.

Auf Instagram teilt er seine Beobachtungen und «kleine Geschichten über Tiere in der näheren Umgebung» mit über 200’000 Followern. Auch wenn ihm ein Luchs-Video bereits sechs Millionen Aufrufe beschert hat, ist für Antoine das Winzige und Unscheinbare, wie etwa ein unbekannter Käfer oder eine Mauereidechse, ebenso bemerkenswert. «Das Filmen ist meine Art, mich sinnvoll für den Naturschutz einzusetzen», sagt er. Diesen Herbst wird er eine Serie über die wildlebende Katzenart veröffentlichen.
Highlights
Ein naturbelassener Ort im Jura, den es zu entdecken lohnt
Die Orbe-Schlucht. «Sie ist wunderschön und im Sommer angenehm kühl. Ausserdem kann man dort viele Gämsen und
Den Vogel, den man diesen Sommer beobachten sollte
Den Pirol. «Sein Gesang ist herrlich. Dieser Zugvogel ist nur im Sommer bei uns. Er ist scheu, aber mit etwas Glück kann man sein leuchtend gelbes Gefieder bewundern.»
Ein unterschätztes Tier
Die Mauereidechse. «Ihr Blick ist so menschlich.»
Lifestyle – Camille Bonvin
Camille Bonvin aus Crans-Montana hat sich in der Romandie als feste Grösse im Bereich Lifestyle-Content etabliert. Die 28-jährige Walliserin teilt täglich Bergwanderungen, ausgefallene Aktivitäten, DIY-Projekte und Haushaltstipps mit ihren 160’000 Followern. Alles begann mit einer spontanen Idee. «Meine Freunde waren neugierig, was ich am Wochenende so unternehme. Also habe ich angefangen, meine Ausflüge auf Instagram zu teilen. Mit der Zeit wurde immer mehr daraus», erzählt sie. Hinter dem Namen «Wakeaway» – einer Verschmelzung des englischen «wake up away» – verbirgt sich eine Philosophie. «Es evoziert eine ewisse Unbeschwertheit und eine Art, dem Alltag zu entfliehen.»

Seit drei Jahren lebt sie von ihren Inhalten und verschiedenen Kooperationen mit Marken wie Salomon oder Tissot. In der schönen Jahreszeit gehören für sie Übernachtungen in Berghütten einfach dazu. «Im Sommer reizt mich die Mischung aus Erholung und Adrenalinkick», sagt sie und denkt dabei an Seilrutschen und Sommerrodelbahnen. Auf ihrer Website «Make Your Way» stellt sie ihre Lieblingsaktivitäten vor. «Ich hoffe, dass meine Inhalte die Menschen motivieren, neue Dinge auszuprobieren.»
Highlights
Eine Hütte, die man gesehen haben muss
Das Berggasthaus Äscher in Appenzell.
Ein ausgefallenes Erlebnis im Wallis
Eine YakWanderung zu den Wasserfällen von La Tièche in Crans-Montana (VS).
Ihr ultimatives Sommererlebnis
Sommerrodeln. «Ich liebe alle Strecken, aber die von Sörenberg nach Luzern ist besonders schön.»
Sport – Colin Mottas
lin Mottas lebt für Trailrunning, Triathlon, Abenteuer und Herausforderungen aller Art. Der Freiburger versucht stets, seine Grenzen auszuloten. Als Teilnehmer der Sendung «Koh Lanta» im Jahr 2022 stellte er sich einer völlig neuen Herausforderung. «Es war eine Erfahrung für sich. Alles war um ein Vielfaches intensiver! Die positiven wie auch die negativen Emotionen waren viel stärker. Der Mangel an Nahrung war ein regelrechter Schock. Dieses Abenteuer hat mir geholfen, vieles in meinem Leben zu relativieren», erzählt er.

Der aus Grolley (FR) stammende Sportler ist ein Allroundtalent. «Ich kann alles gut –aber nichts herausragend», scherzt er. Sein Mantra, das er seinen Followern vermitteln möchte: «Bleibt neugierig und verlasst hin und wieder eure Komfortzone.» Diese Maxime hat ihn im Übrigen dazu bewogen, im kommenden Herbst seinen ersten Ironman in Portugal zu bestreiten.
Highlights
Die Wandertour für diesen Sommer
Die Wanderung über den Hardergrat mit Blick auf den Bielersee. «Ein atemberaubender Anblick!»
Der beste Trail im Kanton Freiburg
Die Wanderung rund um den Käsenberg oder den La Berra.
Sein ultimatives Sommererlebnis
Eine Rafting-Tour auf der Aare: «Das mache ich jedes Jahr und bin bestimmt schon zwanzig Mal dabei
gewesen. Davon bekomme ich einfach nicht genug!»
Wandern – Yannick Griesser
Angesichts der grandiosen Alpenlandschaft fällt es schwer, sich ein «Tcheu, c’est beau!» zu verkneifen. Der typische Waadtländer Ausdruck ist zum Markenzeichen des aus Vevey stammenden Yannick Griesser geworden. Der 42-jährige Sportcoach hat sich während der Corona-Pandemie, als die Fitnessstudios geschlossen waren, in das Wandern verliebt. Seitdem durchstreift er die Schweizer Wanderwege und lässt seine knapp 100’000 Follower an seinen Ausflü enteilhaben. Auf seinem Account sammelt er atemberaubende und absolut Instagram-würdige Landschaften, stets gewürzt mit einer Prise Humor, der genau ins Schwarze trifft.

Für Yannick Griesser sind nicht nur die Bilder, sondern auch der Inhalt ausschlaggebend. Jede Route ist detailliert mit Angaben zu Höhenunterschieden, Parkmöglichkeiten und dem Schwierigkeitsgrad beschrieben. Es ist alles vorhanden, um den Ausflug je nach individuellen Vorlieben und Fähigkeiten bestmöglich zu planen. «Es fehlte eine Website, die all diese Informationen bündelt. So können die Leute gelassen mit ihrem Rucksack losziehen», erklärt er. Übrigens hat er einen Führer mit 30 unvergleichlichen Wanderungen in der Schweiz veröffentlicht. Also, rein in die Wanderschuhe und los!
Highlights
Seine Lieblingswanderung
Der Aletschgletscher (VS).
Ein malerischer See
Der Lac Mauvoisin (VS).
Eine ausgefallene Aktivität, die man erlebt haben muss
Der Canyon Swing Jump in Grindelwald (BE). «Den habe ich zu meinem 40. Geburtstag geschenkt bekommen. Sich zwischen zwei elswänden in die Tiefe zu stürzen, mit dem luss unter sich … ein unglaubliches Gefühl!»
+Mehr Infos @antoine_lavorel @wakeaway_ @colin_kohlanta @Tcheucestbeau

