Die Schweiz im Cocktailglas
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Swiss Negroni
Rezept
- 30 ml Gin «Mamie Geneviève» (VD)
- 30 ml Appenzeller Bitter (AR)
- 30 ml roter Wermut «Jsotta» (ZH)
Garnitur
Eine Orangenschale
Zubereitung
Die Zutaten direkt im Glas verrühren und vermischen.
Kommentar des Mixologen
«Ein grosser Klassiker aus Italien. Die Basis ist immer gleich: ein Drittel Wermut, ein Drittel Bitter und ein Drittel Gin. Man kann ihn aber durchaus mit Schweizer Zutaten variieren. Wir suchten nach einem Cocktail, der den Kanton Appenzell verkörpert. Da diese Region für ihren Bitter bekannt ist, ergab sich der Rest wie von selbst.»
Valais of death
Rezept
- 40 ml Aprikosenbrand oder Abricotine Morand (VS), mit Rosmarin aromatisiert
- 20 ml Pfirsichsirup (hausgemacht oder von Morand)
- 20 ml frischer Grapefruitsaft
- 80 ml prickelnder Chasselas Lavaux’Secco vom Domaine Duboux in Riex (VD)
Garnitur
Orangenscheibe
Zubereitung
Die Zutaten direkt im Glas verrühren und vermischen.
Kommentar des Mixologen
«Das ist einer meiner ersten Signature-Cocktails, die ich kreiert habe. Er kommt wirklich gut an. Vielleicht war es Anfängerglück? Ursprünglich verwendeten wir einen italienischen Prosecco, doch dann liess uns ein Lieferant den Chasselas-Schaumwein vom Weingut Duboux probieren. Ich fand es schön, diesem Walliser Cocktail mit einem Waadtländer Wein eine provokative Note zu verleihen.»
Die Fee von Evolène
Rezept
- 35 ml Génépi der Distillerie du Léman in Assens (VD)
- 15 ml Absinth «La Clandestine Blanche» der Brennerei Artemisia in Couvet (NE)
- 10 ml Mandelsirup (hausgemacht oder von Morand)
- 20 ml frischer Zitronensaft
- 3 Spritzer Fee Brothers Celery Bitter
- 2 Gurkenscheiben
Garnitur
Frische Minze
Zubereitung
Im Mixer mit 6–7 Eiswürfeln.
Kommentar des Mixologen
«Ein Lieferant hat uns diesen Waadtländer Génépi vorgestellt. Daraufhin entstand die Idee für diesen Cocktail. Absinth harmoniert hervorragend mit dem Kräuterlikör. Also haben wir uns für diese Kombination entschieden. Ausserdem wollten wir etwas rund um lokale Legenden kreieren. In diesem Fall war es die Fee von Evolène. Die Verbindung zwischen Kräutern und Alpen lag auf der Hand.»
Espresso martini fertig
Rezept
- 30 ml Turicum Wodka (Zürich)
- 10 ml Williamine Morand
- 30 ml Citrolle Kaffee-Likör aus Mont-sur-Rolle (VD)
- 1 Espresso
Garnitur
Eine getrocknete Birnenscheibe
Zubereitung
Im Shaker: Die Zutaten vermischen, Eiswürfel dazugeben und nochmals kräftig shaken. Anschliessend in ein Glas abseihen.
Kommentar des Mixologen
«Ein weiterer Klassiker – der Espresso Martini – neu interpretiert mit regionalem Touch. Ich habe mich von der Tradition des «Kaffee fertig» inspirieren lassen, daher der Schuss Branntwein in Form der Williamine. Der Espresso sorgt für den Schaum. Da der Kaffeelikör bereits sehr lieblich ist, verzichten wir im Gegensatz zu anderen Lokalen auf den Zucker.»
Pink sober smash (Ohne Alkohol)
Rezept
- 50 ml Gin Rebels 0.0 (ZH)
- 15 ml Rhabarbersirup (hausgemacht oder von Morand)
- 20 ml frischer Zitronensaft
- 80 ml Apfel-Cidre (alkoholfrei)
- 5 Blätter frische Minze
Garnitur
Frische Minze
Zubereitung
Mit der Minze im Shaker mixen, in ein Glas abseihen und den alkoholfreien Cidre hinzufügen.
Kommentar des Mixologen
«Welche Frucht könnte besser für den Kanton Thurgau stehen als der Apfel? Das Rezept wurde von unserem Barchef Ilia Nekipelov entwickelt. Er wollte einen Longdrink mit einem Shrub kreieren, einem säuerlichen Sirup aus Obst (in diesem Fall Rhabarber), Zucker und Essig. Für diese alkoholfreie Variante haben wir den Wodka durch alkoholfreien Gin ersetzt und alkoholfreien Cidre verwendet.»
Jeder Schluck eine Reise durch die Schweiz
Das im Herzen von Lausanne gelegene «Vestibule» entführt seine Gäste auf eine wahre Reise durch die Schweiz: Jeder Kanton diente als Inspirationsquelle für einen aus lokalen Spezialitäten kreierten Cocktail. Ob Äpfel aus dem Thurgau, Absinth aus Neuenburg oder die Blautöne des Zürcher Wappens – jede Region bietet Randy Schaller, dem Inhaber und Leiter des 2023 neben dem «Vestibule» gegründeten «Holy Monkey», ein breites Experimentierfeld.
Seine Kreativität wurde belohnt: Am 4. Mai dieses Jahres wurde er bei den Swiss Cocktail Open mit seiner Kreation «The Root is on Fire», die aus Mezcal, Tequila, Quittenbrand, Rote-Bete- und Limettensaft, Estragon sowie Honigsirup mit Zimt und Tonkabohne besteht, zum besten Mixologen des Landes gekürt.




