Sapalet: Familiengeschichte geht weiter
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Geschichte
Ursprünglich waren die Brüder Michel und Jean-Robert Henchoz Milchkuhhalter und Etivaz-Produzenten. In den 1990er-Jahren wandten sie sich den Milchschafen zu. 2002 wurden ihre ersten Produkte mit dem Label Bio Suisse ausgezeichnet. 2018 übergab Jean-Robert das Unternehmen seinen drei Neffen, den Söhnen von Michel: Mikaël, Joakim und Valentin Henchoz.
Als die Eltern den Betrieb gründeten, war das Ziel klar: von der Landwirtschaft leben und langfristig bestehen. Mit den Jahren wandelten sich Gebäude und Betrieb, die Kinder wuchsen heran und bildeten sich landwirtschaftlich aus.
Anfang der 2000er-Jahre ersetzte die Familie die Milchkühe durch Milchschafe aus Südfrankreich – ein Schritt, der neues Know-how verlangte. Die Milchverarbeitung war die logische Folge, um die Hofressourcen weiter zu nutzen.
Nicht nur eine Käserei
2015 entstand daraus eine normkonforme Käserei. Dort verarbeitet die Familie neben Schafmilch zugekaufte Kuh- und Ziegenmilch von Nachbarn zu einem vollständigen Bio-Suisse-Sortiment für Westschweizer Geschäfte.
Der wachsenden Nachfrage nach Hofprodukten begegnet die Familie mit einem breiteren Angebot: Zur Milchverarbeitung kamen Schweine- und Lammfleisch hinzu, aus eigener Tierhaltung, vor Ort verarbeitet.
Ein neues Projekt entsteht: Tierhäute gehen an eine Schweizer Gerberei und werden zu handwerklichem Leder – ein neuer Absatzweg für einen bisher ungenutzten Rohstoff.
Diese Philosophie prägt den Familiengeist: Jede Ressource wird aufgewertet, jede Weiterentwicklung stärkt die Hofautonomie. Heute engagiert sich die ganze Familie im Sapalet, unterstützt von rund dreissig Mitarbeitern – hinter jedem Käse steckt echte Teamarbeit.
Auf den Spuren von Joakim
Diese Geschichte wurde jäh erschüttert, während dieser Artikel entstand: Am 7. Juli 2026 verlor die Familie mit Joakim, Teilhaber und Käser, eine tragende Säule – er starb plötzlich an einer Hirnblutung.
Jahrelang war er das Gesicht der Käserei: Hinter Kesseln, Reifekellern und Rezepten stand ein leidenschaftlicher, zurückhaltender Mann, tief verbunden mit seinem Beruf. Sein Anspruch prägte die Identität der Sapalet-Produkte.
Sein Fehlen hinterlässt eine grosse Lücke. Doch jeden Morgen müssen Schafe gemolken, Milch verarbeitet und Bestellungen ausgeliefert werden – das Hofleben geht weiter, getragen von der Solidarität der Bauernfamilien.
Im Sapalet heisst Weitermachen, die geleistete Arbeit zu ehren und Träume weiterzuverfolgen. Die Geschichte geht weiter, dank all derer, die hier täglich arbeiten, und im Gedenken an all jene, die bleibende Spuren hinterlassen haben.
Weitere Infos sapalet.ch
7-Stunden-Lammgigot
Zutaten
- 1 Lammgigot
- 1 Knolle Knoblauch
- 3 Schalotten
- ½ Tasse Bouillon
- 20 cl Weisswein
- 50 g Butter
- Thymian
- Rosmarin
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Aus Butter, Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin
eine streichfähige Kräuterbutter zubereiten und den Gigot damit einreiben. - Die geviertelten Schalotten und die Knoblauchzehen
auf ein ofenfestes Blech geben. Den Gigot in die Mitte legen, mit Bouillon und Weisswein ablöschen. - Bei 120 °C Umluft 7 Stunden im Ofen garen.
- Bei Bedarf ein- bis zweimal begiessen. Das Fleisch sollte sehr zart sein und sich leicht vom Knochen lösen.
Beilage
Mit Bratkartoffeln oder hausgemachtem Kartoffelpüree servieren.
Die Zutaten des Sapalet
Lammgigot vom Sapalet
Ein Bio-Lammgigot aus eigener Hofproduktion. Zartes Qualitätsfleisch von einer Herde, die im Pays-d’Enhaut im Freien gehalten wird.
Butter aus Kuhmilch
Bio-Rahmbutter aus Kuhmilch, langsam gebuttert. Sie überzeugt mit geschmeidiger Textur, natürlicher Farbe und kräftigem Geschmack.





